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Friedenskirche am Schiffshebewerk in Datteln trägt Siegel
 „Verlässlich geöffnete Kirche“
FriedneskircheEin neues Angebot für einen Abstecher zwischendurch Offene Kirche :: Friedenskirche am Schiffshebewerk in Datteln trägt Siegel „Verlässlich geöffnete Kirche“ 
Die Initiative „Offene Kirchen“ will "der Seele Raum geben" - mit diesem programmatischen Wort hat die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) "Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung" neu ins Blickfeld gerückt und sich deshalb für eine stärkere Öffnung der evangelischen Kirchen in Deutschland eingesetzt. Kirchen sollen Orte des Friedens und Zuflucht für die Bedrückten sein: „Menschen aller Generationen nehmen sich hier eine "Auszeit" mitten im Alltag oder in der Freizeit. Denn Kirchenräume mit ihrer klaren Gestaltung und ihrer Ruhe werden als einzigartig empfunden. Sie transportieren Geschichte. Sie wirken ästhetisch anregend. Sie laden zur Begegnung mit Gott ein und regen zum Nachdenken über den Glauben an“, beschreibt die Initiative :: "Offene Kirchen" Eckhard Ostrowski, Sup. Peter Burkowski, Gertrud Ritter, Diakon Horst Borrieß (v.l.) "
Die Idee zu dem neuen Siegel stammt aus Hannoveraner Landeskirche und hat inzwischen bundesweite Verbreitung", erläutert Andreas Isenburg vom Amt für Missionarische Dienste (Dortmund). Im Zeitraum von April bis September muss eine Kirche für fünf Tage mindestens vier Stunden geöffnet sein, um das Siegel tragen zu dürfen. 
Die Friedenskirche am Schiffshebewerk öffnet ganzjährig montags bis freitags von 10.00 bis 13.00 Uhr. Zudem können sonntags Besucher die offene Kirche mit einem Angebot von Kaffee und Kuchen in der Zeit von 15-18.00 Uhr nutzen, wo sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen engagieren. „Wir haben hier den Vorteil, dass wir in der Nähe zum Schiffshebewerk liegen“, betont Eckhard Ostrowski, der sich als Kirchmeister für das neue Angebot stark macht. Bereits des Öfteren wird samstags nachmittags in der Friedenskirche gemeinsam Fußball geguckt, ergänzt Diakon Horst Borrieß, der in der Friedenskirche seinen Dienstsitz als Schifferseelsorger hat. 
Für die Vorsitzende des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922 e.V. , Gertrud Ritter, fügt sich der ab April 2010 eröffnete thematische Pilgerweg „Pilgern im Pott®“ gut ein in den bereits ausgeschilderten historischen Pilgerweg, der u.a. an der Lukasbrücke an der Provinzialstraße (L 511) über den Dortmund-Ems-Kanal vorbeiführt. Im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 soll die Friedenskirche in Datteln mit zu den Pilgerkirchen gehören, die auf dem Weg der Emscher - von ihrer Mündung bis zur Quelle - liegen. 
Die Friedenskirche ist eine von inzwischen 117 westfälischen Kirchen, die das Siegel „Verlässlich geöffnete Kirche“ tragen. Das Konzept habe in nur vier Jahren 1.200 neue Ehrenamtliche begeistert. So fänden auch ehemals kirchenferne Christen wieder einen neuen Zugang zur Gemeinde. In NRW gehörten inzwischen ca. 300 Kirchgebäude dazu, berichtet Andreas Isenburg. 
Seit mehr als 100 Jahren steht die Friedenskirche am Schiffshebewerk. Sie gehört zu den ältesten evangelischen Kirchen im Vest Recklinghausen. Ursprünglich als „Betsaal der evang. Gemeinde Waltrop-Datteln“ im Jahre 1901 eingeweiht war die heutige Friedenskirche viele Jahrzehnte lang Ort der Gottesdienste und für Amtshandlungen wie Trauungen und Taufen. Hier hatten sich vor 100 Jahren die evangelischen Kanalarbeiter einen Gottesdienst- und Begegnungsort geschaffen.